Der Niedersachsen-Konvoi 2017

Der Jubiläums-Konvoi zum 25-jährigen Bestehen des LMN

In diesem Jahr bewegte sich der Bootskonvoi des LMN mit ca. 50 Booten auf drei verschiedenen Wegen quer durch den Nordwesten Niedersachsens  zur Seehafenstadt Leer. Hier trafen sich die Skipper nicht nur zum Fest „Leer Maritim“ der Stadt Leer und zum Tourenskippertreffen des

DMYV, sondern auch zum „25-jährigen Jubiläum“ des LMN sowie zum Abschlussabend dieses Konvois, welche zeitgleich stattfanden.

 

Der erste Konvoiteil bewegte sich über die Ems.

 

Er startete nach einem gemeinsamen Besuch des Stadtzentrums Rheine im Oberwasser der Schleuse Altenrheine, geführt von Benno Wiemeyer, dem Präsidenten des LMN in Richtung Altenlingen. Hier wurde der Konvoi in das Fest des Wassersportes eingebunden. Am nächsten Tag besichtigten die Teilnehmer in der Stadt Meppen die Schleusenzentrale des WSA. All dieses wurde im wesentlichen von Horst Busse, dem Sprecher der IG-Ems, organisiert. Dann folgte in der Stadt Haren der Besuch des Schifffahrtsmuseums und eine Stadtrundfahrt mit dem Zug  „Emma“ durch das Ortszentrum.

Es ging weiter nach Papenburg, wo die Clubmitglieder des Yachtclubs „Turmkanal“ zu Papenburg die Ankommenden köstlich bewirteten. Am nächsten Morgen erreichte der Konvoi nach einer Warteschleife auf der  unteren Ems in Richtung Emden pünktlich die bereits offen stehende Schleuse Leer.

 

Der zweite Konvoiteil führte über die Weser.

 

Beginnend im Yachtclub Minden bewegte sich der Konvoi gemeinsam mit dem Konvoiteil Nordsee, geführt vom Konvoikäpitän des LMN,  Karl-Heiz-Seele, über Nienburg nach Verden (Aller), wo er vom ansässigen Motorbootclub versorgt wurde.  Am Folgetag wurde schon mittags die Marina Bremen erreicht und der Konvoiteil Nordsee, geführt vom 2. Vizepräsidenten des LMN, Werner Svejda, fuhr nach Bremerhaven weiter. Am nächsten Morgen setzte der Weserkonvoi mit ablaufendem Wasser  seine Fahrt in Richtung Elsfleth fort, wo er mit dem Tidewechsel mit der Strömung die Hunte aufwärts Richtung Oldenburg fuhr. Die anschließende Rundfahrt mit dem Börteboot durch die Stadt, begleitet durch den Mitorganisator Johannes Borowski, bildete den Höhepunkt dieses Tages. Es folgten zwei Tage im Gebiet von Leda und Jümme, wobei die Durchfahrt des idyllischen einzigen noch schiffbaren Fehnkanals, des Elisabethfehnkanals besonders hervorzuheben ist.  Die ansässigen Clubs  demonstrierten ihre Gastfreundschaft, indem sie das Schleusenpersonal beim Schleusen und Bewegen der Klappbrücken tatkräftig unterstützten sowie die Versorgung der Konvoiteilnehmer übernahmen. Dieses hinterließ bei den Teilnehmern einen tiefen Eindruck. Von hier aus wurde am nächsten Tag die bereits geöffnete Schleuse Leer bequem und pünktlich erreicht. 

Der dritte Konvoiteil führte über die Nordsee.

 

Beginnend im Yachtclub Minden fuhr der Konvoi gemeinsam mit dem Konvoiteil Weser bis Bremen, trennte sich und fuhr weiter, angeführt von Werner Svejda,  bis Bremerhaven, wo er im Weser-Yacht-Club versorgt wurde. Anschließend erreichte er über die Wattenfahrwasser Mittelpriel und Kaiserbalje, geführt durch unsere Konvoiführer Horst-Dieter Hoffmann und Fritz Kühl, den  Jade- Wassersport- Club Wilhelmshaven. Nach einer kurzen Stärkung wurden in maritimer Runde die Erlebnisse ausgetauscht und der Südstrand erkundet. Am Folgetag führte der Weg über den Ems-Jade-Kanal weiter, mitten durch die Natur unterbrochen von Klappbrücken, die wie bei einer „Grünen Welle“ geöffnet wurden, Richtung Westen, bis das nächste Ziel, der Hafen Marcardsmoor erreicht wurde. Hier teilte sich der Konvoi. Ein Teil fuhr weiter nach Emden und einige flachere Boote über den Nordgeorgsfehnkanal direkt nach Leer. Diesen Weg können nur Boote wählen, die flacher als 2,65 Meter sind und die kritische Eisenbahnbrücke bei Niedrigwasser nehmen. In Emden wurde der Tag mit einer Bootsfahrt durch die Grachten, die sogar für einige einheimische Skipper neu war, beendet. Dann ging es die Untere Ems aufwärts und auch dieser Konvoiteil erreichte die bereits offene Seeschleuse Leer. Alle Konvoiteile waren nun zum ersten Mal vereint.

 

Es wurde nicht nur viel erlebt und gelernt, sondern alte Freundschaften wieder aufgefrischt und neue geschlossen. Der sportliche Höhepunkt  war die Verleihung der Pokale am Konvoi- und Jubiläumsabend. Der Pokal für die weiteste Anfahrt ging an die „Santa Maria“ mit Jochen und Irmgard Tritt aus Main – Stockheim und der für das kleinste teilnehmende Boot mit einer Länge von 6,45 Meter an Volker Grentz vom MCH Hameln. Die Pokale für die Clubbeteiligung mit den meisten Booten  wurden an folgende Vereine vergeben: 1. Platz: Mindener Yachtclub, 2. Platz: MCH Hameln, 3. Platz WSV  Elisabethfehn. 

 

Der Konvoi 2018 wird sich voraussichtlich Anfang Juni 2018 im Revier des NOK bewegen.

 

(c) Benno Wiemeyer